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"De ole spieker" unsere Historie

An dem vor etlichen Jahren noch tief ausgefahrenen Weg von Töpingen nach Alvern steht er, "de ole Spieker" (alter Treppenspeicher).

Er ist der älteste von einigen noch wenigen erhaltenen Treppenspeichern im Kirchspiel Munster. Die Inschrift oberhalb der Tür zum Speicherboden lautet: Anno 1664. 16 Jahre waren nach Ende des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) vergangen, als er erbaut wurde.

Die ersten 180 Jahre hat dieses aus Eichen und Fichtenholz errichtete Bauwerk etwa 400m nordwestlich vom jetzigen Standort auch schon in der Ortschaft Tüpingen verbracht. Bei Erbabfindung wurden seinerzeit Ländereien geteilt und Bauwerke versetzt. Somit fand "de ole Spieker" um 1843 bis 1845 seinen Standort auf dem jetzigen Einzelgehöft.

Aussenansicht

Zur damaligen Zeit erfreute sich diese Gegend noch großer zusammenhängender Heideflächen. Schafe der Heide, die Heidschnucke, deren Fleisch einen wildbretähnlichen Geschmack hat, und die Imkerei waren Haupterwerbszweige.

Nach der Heideblüte wurde der von den Bienen erarbeitete Scheibenhonig in aus Stroh geflochtenen Bienenkörben "dem Lüneburger Stülper" bis zum Verbrauch auf dem Boden des Treppenspeichers gelagert. Mit der Kultivierung der Heideflächen zu landwirtschaftlichen Nutzflächen mußte "de ole Spieker" zur Lagerung von Getreide herhalten.

Seiner ursprünglichen Aufgabe diente er letztmalig 1932. In diesem Jahr wurde dieses Einzeigehöft von der jetzigen Inhaberfamilie erworben. Dieses Gehöft wird nunmehr von der 3. Generation der Inhaberfamilie bewirtschaftet.

Um dieses alte Baudenkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde es 1985, also 321 Jahre nach seiner Errichtung bzw. 142 Jahre nach seiner Versetzung zu dem gestaltet, wie Sie es als Gast vorfinden, eine Stätte der Besinnung, der Behaglichkeit, der Gemütlichkeit und der Gastlichkeit.

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